Tokio ist die großartigste Food-Stadt der Welt. Das ist keine Übertreibung — sie hat mehr Michelin-Sterne als Paris und New York zusammen, ihre Ramen-Läden und Sushi-Theken servieren Mahlzeiten von außerordentlicher Qualität zum Preis eines Sandwichs anderswo, und die Tiefe ihrer kulinarischen Traditionen, von Kaiseki bis Izakaya, ist unübertroffen. Ob Sie fünf Euro oder fünfhundert ausgeben, in Tokio essen Sie besser als fast überall sonst auf der Erde.
Sushi: die Kunstform. Tokioter Sushi existiert auf einem Spektrum von Fließband-Ketten bis zu ehrfurchtsvollen Omakase-Theken, wo der Koch jedes Stück direkt auf Ihren Teller legt. Sushi Dai und Daiwa Sushi am Außenmarkt nahe Tsukiji (der Innenmarkt ist nach Toyosu umgezogen) sind legendär für ihre Schlangen und Qualität. Für Omakase (Degustationsmenü nach Wahl des Kochs) ist Sukiyabashi Jiro (berühmt durch den Dokumentarfilm) fast unmöglich zu buchen, aber Sushi Saito, Sushi Yoshitake und Harutaka bieten vergleichbare Exzellenz. Die morgendliche Thunfisch-Auktion auf dem Toyosu-Fischmarkt (online buchen, begrenzte Tagesplätze) zeigt das Ausmaß und den Ernst von Tokios Fisch-Obsession.
Ramen: die Obsession. Tokios Ramen-Kultur ist hart umkämpft, und Läden spezialisieren sich auf bestimmte Stile. Fuunji in Shinjuku ist berühmt für Tsukemen (Dipp-Nudeln). Afuri serviert ein leichteres, Yuzu-duftendes Shio-Ramen (Salzbasis), das zum modernen Klassiker geworden ist. Ichiran, eine Kette, serviert reichhaltiges Tonkotsu-Ramen (Schweineknochen) in Einzelkabinen mit einem Vorhang zwischen Ihnen und dem Koch — der Fokus liegt ganz auf der Schüssel. Tokyo Ramen Street im Untergeschoss des Bahnhofs Tokio versammelt acht der besten Ramen-Läden der Stadt in einem Korridor.
Izakaya: die japanische Kneipe. Die Izakaya ist der Ort, an dem Tokio nach der Arbeit entspannt — kleine Teller zum Teilen, Bier, Sake und Shochu in einer lockeren, geselligen Atmosphäre. Torishiki in Meguro gilt weithin als das beste Yakitori-Restaurant (gegrillte Hühnchenspieße) der Welt — jedes Teil des Huhns, vom Herz bis zum Schwanz, wird über Binchotan-Holzkohle mit außerordentlichem Können gegrillt. Shirube in Shinjuku serviert klassische Izakaya-Küche in einer lebhaften, einladenden Atmosphäre. Die Izakaya unter den Bahngleisen in Yurakucho (der Gado-shita-Bereich) sind atmosphärisch und erschwinglich.
Street Food und Depachika. Japanisches Street Food ist weniger prominent als in Südostasien, aber die Depachika (Kaufhaus-Untergeschoss-Lebensmittelhallen) sind das Äquivalent. Das Untergeschoss von Isetan in Shinjuku, Mitsukoshi in Ginza und Takashimaya in Nihonbashi sind Tempel wunderschön präsentierter Lebensmittel — Bento-Boxen, Wagashi-Süßigkeiten, Eingelegtes und zubereitete Gerichte, die Convenience Food zur Kunstform erheben. Der Tsukiji-Außenmarkt, obwohl der Großmarkt umgezogen ist, bleibt ein Street-Food-Ziel mit Tamagoyaki (süßem Omelett), frischen Austern und Mochi am Stiel.
Kaiseki: der Gipfel. Kaiseki ist die Haute Cuisine Japans — ein mehrgängiges Menü, das den Jahreszeiten folgt, Aromen und Texturen ausbalanciert und jedes Gericht als visuelles Kunstwerk präsentiert. Ryugin in Roppongi, Nihonryori RyuGin und Kanda in Minato gehören zu den feinsten der Stadt. Ein Kaiseki-Menü umfasst typischerweise acht bis zwölf Gänge und dauert zwei bis drei Stunden. Es ist teuer, stellt aber eines der raffiniertesten Esserlebnisse dar, die es weltweit gibt.
Die Geheim-Tipps der Viertel. Yanaka im alten Shitamachi-Gebiet (Unterstadt) hat traditionelle Süßigkeitenläden und eine nostalgische Einkaufsstraße. Koenji westlich von Shinjuku ist ein Bohème-Viertel mit ausgezeichneten Izakayas und Curry-Läden. Shimokitazawa hat eine junge, kreative Food-Szene. Tsukishima ist auf Monjayaki spezialisiert, den unordentlicheren Verwandten des Osaka-Okonomiyaki-Pfannkuchens. Jedes Viertel enthüllt eine andere Facette von Tokios Esskultur.
Das Convenience-Store-Wunder. Japanische Convenience Stores verdienen besondere Erwähnung. Die Onigiri (Reisbällchen), Ei-Sandwiches, Nikuman (Fleischbrötchen) und sogar der Kaffee bei 7-Eleven, Lawson und FamilyMart haben eine Qualität, die anderswo in einem richtigen Restaurant als gut gelten würde. Ein Convenience-Store-Frühstück aus Onigiri und heißem Kaffee ist ein vollkommen akzeptabler — und köstlicher — Start in einen Tokio-Tag. FamilyMarts Brathähnchen (Famichiki) hat eine treue Fangemeinde.
Tokios Esskultur ist die tiefgründigste der Welt, und eine auf Essen fokussierte Reiseroute hier ist nicht genusssüchtig — sie ist der authentischste Weg, die Stadt zu erleben. Bei Eutouria entwerfen wir Tokio-Food-Reisen, die das gesamte Spektrum von Ramen auf Straßenniveau bis zu Michelin-Kaiseki abdecken. Erzählen Sie uns Ihren Geschmack, und wir werden Sie besser verwöhnen, als Sie je verwöhnt wurden.
Written by
Eutouria Team
Our team of experienced travel consultants shares insider knowledge from thousands of personalised European journeys. Every recommendation comes from first-hand experience.
View all posts