Paris ist nicht eine Stadt — es ist ein Sternbild aus Dörfern, jedes mit seinem eigenen Charakter, Rhythmus und seinen eigenen Loyalitäten. Der Unterschied zwischen einer gewöhnlichen und einer außergewöhnlichen Parisreise liegt oft daran, in welchen Vierteln man seine Zeit verbringt. Hier ist unser Insider-Guide zu den wichtigsten.
Le Marais (3. und 4. Arrondissement) — Einst das aristokratische Herz von Paris, ist Le Marais heute das lebendigste Viertel der Stadt. Die Place des Vosges, der älteste geplante Platz von Paris, ist umgeben von Backsteinarkaden, die Galerien und Cafés verbergen. Die Rue des Francs-Bourgeois ist gesäumt von Boutiquen und Vintage-Läden. Das jüdische Viertel entlang der Rue des Rosiers serviert den besten Falafel Europas — L'As du Fallafel hat immer eine Schlange, aber sie bewegt sich schnell und ist jeden Moment wert. Das Musée Picasso und das Musée Carnavalet sind Le-Marais-Pflichtbesuche.
Montmartre (18. Arrondissement) — Das Hügeldorf, das einst Picasso, Modigliani und Toulouse-Lautrec beherbergte, bewahrt einen Bohème-Geist, den der Rest von Paris weitgehend verloren hat. Jenseits von Sacré-Cœur und den Porträtmalern des Place du Tertre belohnt Montmartre diejenigen, die umherstreifen. Die Lebensmittelläden der Rue Lepic sind hervorragend, die Halle Saint-Pierre zeigt Outsider-Art, und der kleine Weinberg in der Rue des Saules produziert jeden Oktober noch Wein. Das Viertel unterhalb von Pigalle, nun SoPi (South Pigalle) genannt, hat sich zu einer der besten Restaurantmeilen der Stadt entwickelt.
Saint-Germain-des-Prés (6. Arrondissement) — Das intellektuelle Herzland von Paris. Die Cafés, in denen Sartre und de Beauvoir über Existenzialismus debattierten — Les Deux Magots und Café de Flore — servieren immer noch hervorragenden Kaffee zu atemberaubenden Preisen, aber die Atmosphäre ist echt. Die Rue de Buci hat einen täglichen Markt, das Odéon-Theater ist eines der wichtigsten Frankreichs, und der Jardin du Luxembourg bietet den kultiviertesten Picknickort der Stadt. Die kleinen Straßen rund um die Rue de Seine sind voller Kunstgalerien.
Belleville (20. Arrondissement) — Wo das echte multikulturelle Paris lebt. Dieses Hangviertel beherbergt das größte Chinatown der Stadt, eine blühende nordafrikanische Gemeinschaft und eine junge Kreativszene, die es zu Paris' Antwort auf Berlins Kreuzberg gemacht hat. Der Parc de Belleville bietet Panoramablicke, die mit denen von Montmartre mithalten können, ohne die Menschenmassen. Die Rue de Belleville ist ein Paradies für Feinschmecker — vietnamesische Pho neben tunesischem Gebäck neben Naturwein-Bars. Edith Piaf wurde hier geboren.
Canal Saint-Martin (10. Arrondissement) — Die eisernen Fußgängerbrücken und baumgesäumten Ufer des Canal Saint-Martin waren schon vor Amélie malerisch. Heute ist das Viertel eines der lebenswertesten von Paris, mit unabhängigen Kaffeeröstereien wie Ten Belles, Naturwein-Bars entlang der Rue de Lancry, und dem überdachten Markt Marché Saint-Quentin als täglichem Treffpunkt. Sonntagmorgens, wenn die Kanalufer autofrei werden, sind besonders schön.
Das Quartier Latin (5. Arrondissement) — Der älteste Teil von Paris, zentriert um die Sorbonne. Die engen mittelalterlichen Straßen um die Rue de la Huchette sind touristenlastig, aber gehen Sie ein paar Blocks weiter südlich und Sie finden das beeindruckende Panthéon, den ruhigen Jardin des Plantes und Shakespeare and Company — die berühmteste englischsprachige Buchhandlung der Welt. Der Markt in der Rue Mouffetard ist uralt und atmosphärisch, er führt den Hügel hinunter zur Place de la Contrescarpe.
Oberkampf und Ménilmontant (11. Arrondissement) — Die Nachtleben-Hauptstadt von Paris. Die Rue Oberkampf und die Rue Jean-Pierre Timbaud sind gesäumt von Bars, Live-Musik-Venues und einigen der besten Casual-Restaurants der Stadt. Tagsüber ist das Viertel ruhiger, aber ebenso lohnend — der Marché Popincourt am Dienstag- und Freitagmorgen ist ein lokaler Favorit, und die Street Art entlang der Rue Denoyez im angrenzenden Belleville ist außergewöhnlich.
Batignolles (17. Arrondissement) — Ein Dorf in der Stadt, das die meisten Besucher nie finden. Der Bio-Markt am Samstagmorgen auf der Place des Batignolles gehört zu den besten in Paris. Der kürzlich eröffnete Martin-Luther-King-Park ist eine grüne Oase, und die Rue des Batignolles selbst fühlt sich an wie eine Hauptstraße in der Provinz — Bäckereien, Metzgereien und Floristen, die eine wirklich lokale Kundschaft bedienen.
Jedes Viertel in Paris erzählt eine andere Geschichte, und die Freude an dieser Stadt besteht darin, herauszufinden, welche Geschichten mit Ihnen resonieren. Bei Eutouria gestalten wir Paris-Reiserouten Viertel für Viertel und sorgen dafür, dass Sie die Stadt in ihrer authentischsten Form erleben. Kontaktieren Sie uns und sagen Sie uns, welches Paris Sie suchen.
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