Wenn Sie eine Stadt verstehen wollen, beginnen Sie nicht im Museum — beginnen Sie auf dem Markt. Europäische Lebensmittelmärkte sind der Ort, an dem lokale Kultur, Landwirtschaft und Alltag auf die köstlichste Art und Weise aufeinandertreffen. Sie sind laut, duftend, überwältigend und absolut unverzichtbar.
Bei Eutouria empfehlen wir einen Marktbesuch immer als eines der ersten Dinge in jeder europäischen Stadt. Hier sind zehn, zu denen wir immer wieder zurückkehren — und was man dort unbedingt essen muss.
1. La Boqueria — Barcelona, Spanien. Die Mutter aller europäischen Märkte. Direkt an der La Rambla gelegen, besteht die La Boqueria seit 1217. Der Trick ist, früh zu kommen (vor 10 Uhr) und an den touristisch ausgerichteten Ständen am Eingang vorbei zu den lokalen Händlern weiter innen zu gehen. Was man essen sollte: frisch gepresster Saft von einem der Obststände, Jamón Ibérico frisch aufgeschnitten, und ein Teller gegrillte Garnelen an einem der kleinen Bartresen.
2. Albert Cuyp Markt — Amsterdam, Niederlande. Unser Heimatmarkt erstreckt sich über einen Kilometer durch das Viertel De Pijp, mit über 260 Ständen, die alles von holländischem Käse über surinamesisches Roti bis hin zu frischen Stroopwafels verkaufen, die vor Ihren Augen zubereitet werden. Er ist wunderbar multikulturell — ein perfektes Spiegelbild Amsterdams. Was man essen sollte: frische Stroopwafels (warm, mit tropfendem Karamell), Kibbeling (frittierte Fischstückchen mit Remoulade) und rohen Hering vom Fischstand, wenn Sie sich trauen.
3. Mercato Centrale — Florenz, Italien. Im riesigen San-Lorenzo-Marktgebäude kombiniert diese zweistöckige Markthalle den traditionellen Florentiner Markthandel im Erdgeschoss mit einer kuratierten oberen Etage voller handwerklicher Essensstände. Die Lederverkäufer draußen sind Touristenfallen, aber das Essen drinnen ist das Echte. Was man essen sollte: Lampredotto (Kuttelsandwich — das beste Streetfood von Florenz), frische Pasta auf Bestellung und Gelato aus der handwerklichen Gelateria.
4. Borough Market — London, Großbritannien. Londons ältester Lebensmittelmarkt (seit 1276) befindet sich unter den Eisenbahnbögen nahe der London Bridge. Die Qualität hier ist außergewöhnlich — hier kaufen Londons beste Köche ihre Zutaten ein. Er ist etwas teurer als manche Märkte, aber die Qualität rechtfertigt es. Was man essen sollte: ein Scotch Egg vom legendären Stand, Raclette geschmolzen über Kartoffeln und einen Kaffee von Monmouth Coffee.
5. Naschmarkt — Wien, Österreich. Auf 1,5 Kilometern entlang der Wienzeile ist der Naschmarkt seit dem 16. Jahrhundert Wiens kulinarisches Herz. Die Mischung ist außergewöhnlich — Wiener Delikatessen neben türkischen Kebab-Imbissen neben japanischen Fischhändlern. Samstagmorgens erweitert ein Flohmarkt das Erlebnis noch zusätzlich. Was man essen sollte: einen Teller gemischte Mezze von einem der nahöstlichen Stände, Sachertorte von einem Wiener Bäcker und ein Glas Grüner Veltliner am Weinstand.
6. Mercado da Ribeira (Time Out Market) — Lissabon, Portugal. Der historische Ribeira-Markt bekam 2014 ein modernes Makeover, als Time Out die obere Etage mit Ständen der besten Köche und Restaurants Lissabons kuratierte. Das Ergebnis ist möglicherweise Europas beste Markthalle — Fine-Dining-Qualität zu Marktpreisen. Was man essen sollte: Kroketten vom Michelin-Sterne-Koch Henrique Sá Pessoa, Pastéis de Nata (Puddingtörtchen) und eine Ginjinha (Kirschlikör).
7. Markthalle Neun — Berlin, Deutschland. Diese restaurierte Markthalle aus dem 19. Jahrhundert in Kreuzberg ist zum Herzstück der Berliner Food-Szene geworden. Donnerstagabends (‚Street Food Thursday') füllen Händler aus aller Welt die Halle — koreanisch, äthiopisch, mexikanisch, georgisch — ein Spiegelbild von Berlins herrlich internationaler Küche. Was man essen sollte: alles am Street Food Thursday, Räucherfisch von den festen Ständen und Craft-Bier von einer lokalen Brauerei.
8. Rialto-Markt — Venedig, Italien. Nahe der Rialtobrücke kaufen venezianische Köche hier seit über 700 Jahren ihren Fisch und ihr Gemüse. Der Fischmarkt ist ein Schauspiel — glänzende Haufen adriatischer Meeresfrüchte auf Marmortheken. Am frühen Morgen ist es am schönsten, bevor die Kreuzfahrtschiff-Massen eintreffen. Was man essen sollte: Cicchetti (venezianische Tapas) in einer der kleinen Bacari-Bars rund um den Markt — Baccalà Mantecato auf Crostini ist der Klassiker.
9. Torvehallerne — Kopenhagen, Dänemark. Zwei elegante Glashallen im Zentrum Kopenhagens, gefüllt mit außergewöhnlicher nordischer Küche. Das ist New Nordic Cuisine in ihrer zugänglichsten Form — Smørrebrød, frische Austern, geräucherter Lachs und einer der besten Kaffees Skandinaviens. Es ist teuer (das ist nun mal Kopenhagen), aber die Qualität ist unerreicht. Was man essen sollte: Smørrebrød (belegte offene Brote), frisch geöffnete Austern und Grød-Porridge.
10. Die Essensstraßen des Großen Basars — Istanbul, Türkei. Der Große Basar selbst ist berühmt für Textilien und Keramik, aber die umliegenden Straßen sind ein kulinarisches Paradies. Der Gewürzmarkt (Mısır Çarşısı) ist eine Wand aus Farben und Aromen, und die Seitenstraßen sind voller Händler, die frisch gepressten Granatapfelsaft, Simit (Sesambrotringe) und außergewöhnliches Turkish Delight verkaufen. Was man essen sollte: einen Kebab vom echten Holzkohlegrill (nicht die Touristenrestaurants), frischen Granatapfelsaft und einen Türkischen Kaffee mit Lokum.
Ein Marktbesuch ist etwas, das wir in fast jede Eutouria-Reiseroute einbauen — es ist der schnellste Weg, die Seele einer Stadt kennenzulernen. Nennen Sie uns Ihre Reiseziele und wir sorgen dafür, dass Sie essen wie ein Einheimischer.
Written by
Eutouria Team
Our team of experienced travel consultants shares insider knowledge from thousands of personalised European journeys. Every recommendation comes from first-hand experience.
View all posts